Wohnstätte
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Ambulant Betreutes Wohnen ist eine Ergänzung des schon bestehenden Wohnangebots der Donau-Iller-Wohnstätten gemeinnützige GmbH. Es bietet Menschen mit Behinderung, die die volle Betreuung einer Wohnstätte nicht oder nicht mehr brauchen, eine Möglichkeit, ihr Leben so selbständig wie möglich zu gestalten. Das Wohnangebot ist für Einzelpersonen, Paare oder Wohngemeinschaften gedacht, die alleine in die Vereinsamung oder Verwahrlosung abzurutschen drohen. Diese Wohnform setzt ein gewisses Maß an Selbständigkeit voraus. Vor der Eingliederung in das Ambulant Betreute Wohnen sollte - wenn möglich - deshalb gezieltes Wohntraining stattfinden, das in den Wohngruppen im Haus der Lebenshilfe (HdL), der Wohngruppe Schadstraße, im Haus 1 der Wohnstätte Neu-Ulm und in der Kleinwohngruppe im Werner-Nonnenberg-Haus gezielt durchgeführt wird.

Das Wohntraining vermindert die Konfliktsituationen bei der Betreuung, denn der Mensch mit Behinderung hat zumindest hier schon erfahren, dass zur „Freiheit“ des selbständigen Wohnens auch Pflichten gehören.
Aufgabe des Betreuungspersonals ist die Hilfestellung bei:

  • der Bewältigung des Alltags (Wohnungs- und Körperhygiene)
  • der Einteilung des Geldes
  • der sinnvollen Freizeitgestaltung
  • Problembewältigung und Konfliktlösung
  • Umgang mit Behörden
  • Aufbau von Sozialkontakten
  • adäquater Lebensplanung
Menschen mit Behinderung, die mit wenig Betreuung wohnen wollen, sollen folgende Mindestanforderungen erfüllen:
  • morgens allein aufstehen und zur Arbeit gehen
  • einfache Mahlzeiten selbst zubereiten können
  • ihre Körperpflege weitesgehend selbst bewerkstelligen
  • in der Lage sein, sich verständlich zu machen und im Notfall Hilfe holen können
  • kleinere Einkäufe selbst tätigen zu können
  • Orientierung in der Stadt zu haben
  • sich in gewissem Maße selbst beschäftigen können
  • dürfen nicht suchtgefährdet sein
  • müssen anfallsfrei sein
  • ein gewisses Maß an Zuverlässigkeit und Einsichtsfähigkeit haben, so dass Absprachen eingehalten werden können
Der Umgang mit Geld, Lesen und Schreiben ist keine Bedingung, da hier die Mitarbeiter unterstützend einspringen können.
Sinnvollerweise sollen Wohnstätten und Werkstätten bzw. die Lebenshilfe Freizeitaktivitäten anbieten, die die Einzel- und Paarwohnenden mit einbeziehen, um einer Vereinsamung entgegen zu wirken. Ein offenes Freizeitangebot der Lebenshilfe ist deshalb eine wichtige Ergänzung zum „Ambulant Betreuten Wohnen“, das auch allen anderen von der Lebenshilfe Donau - Iller e.V. betreuten Menschen zugute kommt.