Welt-Autismus-Tag: Kommunikation findet viele Wege
Mateo zeigt uns, wie Unterstützte Kommunikation Türen öffnet: Von Bildkarten über seine Lieblingssymbole bis hin zur MetaTalk‑App findet er Schritt für Schritt seinen eigenen Weg, sich mitzuteilen.
Autismus zeigt sich auf ganz unterschiedliche Weise. Kein Mensch mit Autismus gleicht dem anderen. Für viele Betroffene kann Kommunikation herausfordernd sein. Einige sprechen nicht, haben aber dennoch viel mitzuteilen.
So auch Mateo, ein junger Mann mit Autismus, der nicht sprechen kann und dennoch seinen eigenen Weg gefunden hat, sich auszudrücken. Zu Beginn arbeitete Mateo mit einzelnen Wort‑Bild‑Karten. Gemeinsam mit den Mitarbeitenden entwickelte er so eine Art „gemeinsame Sprache“, um seinen Tag zu strukturieren und Wünsche mitzuteilen. Besonders schnell und sicher nutzte er die „Cappuccino‑Karte“ – sein Lieblingsgetränk, wovon er oft mehrere am tag trinkt. Auch die „Toiletten‑Karte“ gehört zu seinem festen Repertoire: ein Raum, den er aufsucht, um sich zu beruhigen oder Reize zu reduzieren.
Durch diese Kommunikationsunterstützung wird Mateo verstanden. Das erleichtert seinen Alltag spürbar und steigert seine Lebensqualität. Er hat Freude daran, neue Wörter zu entdecken, und sein Kommunikationsbuch wächst stetig weiter.
Aktuell lernt Mateo den Umgang mit einem Tablet und der Kommunikations‑App MetaTalk, eine symbolbasierte Kommunikations-App für Tablets, die mit METACOM-Symbolen arbeitet und einen sofort nutzbaren, leicht anpassbaren Wortschatz bietet. Nutzer können Wörter und Symbole zu Aussagen kombinieren, die dann vom Gerät gesprochen werden.
Die Anschaffung eines eigenen Tablets zur Unterstützten Kommunikation ist bereits in Vorbereitung, ein weiterer Schritt auf seinem persönlichen Weg, hin zu mehr Selbstbestimmung.