Die Vorsorgevollmacht (Generalvollmacht)

Mit einer Vorsorgevollmacht kann in gesunden Tagen eine Vertrauens­person bestimmt werden, die einen im Falle der krankheits- oder altersbedingten Handlungsunfähigkeit vertritt. 

Die Vollmacht kann auf einzelne Vertretungsbefugnisse beschränkt werden z.B. Verwaltung der Finanzen, Stellung von Sozialleistungsanträgen oder Veräußerung von Grundbesitz. Soll aber eine eine gesetzliche Betreuungs­maßnahme vermieden werden, dann muss eine umfassende Vollmacht (Generalvollmacht) erteilt werden, die neben der Vertretungsbefugnis in vermögens­rechtlichen Angelegenheiten auch persönliche Entscheidungs­­befugnisse umfasst. Ist die Vollmacht unvollständig, dann kann es unter Umständen zusätzlich zu einem Betreuungsverfahren kommen. Die Vollmacht muss in geschäfts­fähigem Zustand erteilt werden, sonst ist sie unwirksam.

Es besteht die Möglichkeit, gegen eine Gebühr von 10,- €, die Unterschrift zur Vollmacht bei der Betreuungsbehörde der Stadt Ulm beglaubigen zu lassen. Mit der notariellen Beurkundung der Vollmacht durch einen Notar wird die Geschäftsfähigkeit des Vollmachtgebers bestätigt. Die Beurkundung ist zwar mit Kosten verbunden, es gibt jedoch eine Beratung und in der Praxis nur selten Probleme. Eine notarielle Vollmacht ist aber nur für Grundstücks­geschäfte vorgeschrieben.

Eine Vollmacht sollte nur an eine Person erteilt werden, die das volle Vertrauen genießt. Die Kontrolle des Bevollmächtigten liegt allein beim Vollmacht­geber wobei mit dem Abbau der geistigen und körperlichen Fähigkeiten der Bevollmächtigte nicht mehr kontrolliert werden kann.

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