Die Gründungszeit

1959 

Gründung einer Arbeitsgemeinschaft Lebenshilfe für das geistig behinderte Kind auf Anregung der Ulmer Sonderschulrektoren Bahmann und Hipper. Gründungsmitglieder: Inge Aicher-Scholl, Leiterin der VH Ulm, Rektor Alois Bahmann, Dr. Gerhard Brocher, Jugendrichter Hans Bock, Bankdirektor Hans Jakob und Werner Nonnenberg, Musikhaus Reisser

1960

7. Oktober 1960: Gründungsversammlung des Vereins Lebenshilfe für das geistig behinderte Kind mit 20 Mitgliedern. Grundsatzreferat durch Tom Mutters, Geschäftsführer der Bundesvereinigung Lebenshilfe, Marburg.
Erster Vorsitzender: Werner Nonnenberg

1961

Erste Tagesstätte für geistig behinderte Kinder im Musikhaus Reisser: Betreuung von 6 Kindern an 3 Vormittagen pro Woche.

1962

Umzug in das Anne-Frank-Heim: Erste Anlerngruppe produziert Lehr- und Übungsmaterial für den Eigenbedarf, es wird zusätzlich gewebt.

1964

Wegen Platzmangels Umzug in das Lehrlingsheim St. Michael (Neu-Ulm): Es entstehen 3 Arbeitsgruppen, 55 Kinder werden betreut, die Tagesstätte wird zur Ganztageseinrichtung.

1966

Anerkennung der Sondertagesstätte als Private Sonderschule der Lebenshilfe für Bildungsschwache

1967

Umzug in das von der Stadt Ulm zur Verfügung gestellte Besserer-Schlösschen in Böfingen.
Die Anlerngruppen erhalten die Bezeichnung Beschützende Werkstatt.
Parallel führt die krankengymnastische Betreuung von 90 Kindern durch den Augsburger Spastiker-Verein zur Gründung des Vereins zur Förderung spastisch gelähmter und körperbehinderter Kinder Ulm / Neu-Ulm e.V., eine mobile Krankengymnastin wird eingestellt.

1969

Die Stadt Ulm übernimmt die Private Sonderschule der Lebenshilfe durch die Einführung der allgemeinen Schulpflicht für alle Kinder. 75 Schüler besuchen fortan die Öffentliche Sonderschule für bildungsschwache Kinder.
Gründung einer vorschulischen und schulischen Einrichtung für behinderte Kinder und Erwach-sene, deren Trägerschaft die Stadt Ulm noch im selben Jahr übernimmt; betreut werden 30 Schul- und 20 Kindergartenkinder.