Tagesbetreuung

Die Tagesbetreuung ist eine tagesstrukturierende Betreuung für Menschen mit Behinderungen, die nicht mehr einer regelmäßigen Tätigkeit in einer der Werkstätten nachgehen können. Das sind . . .

  • BewohnerInnen, die bereits vor dem Erreichen der Altersgrenze bedingt durch alters- bzw. behinderungsbedingte Abbauprozesse teilweise oder vollständig aus dem Arbeitsprozess ausgeschieden sind
  • BewohnerInnen die bedingt durch das Erreichen des Rentenalters aus dem Arbeitsprozess ausgeschieden sind
  • BewohnerInnen, für die ein WfbM-Besuch nur noch an einzelnen Wochentagen möglich ist

Das Angebot der Tagesbetreuung richtet sich an den Öffnungszeiten der Werkstätten aus und beträgt maximal 8 Stunden. Die Tagesbetreuung kann bei gegebenen Voraussetzungen auch als Teilangebot genutzt werden.

Konzeption

Die Lebensgestaltung der in der Tagesstruktur betreuten Menschen mit Behinderung ist die Fortsetzung der aktuellen Konzeption, d.h. der eingeschlagene Weg der Normalisierung und Integration wird konsequent weiter verfolgt. Maßstab für alle Hilfeleistungen sind die Wünsche, Bedürfnisse und individuellen Besonderheiten der überwiegend älteren Betreuten. Daher müssen sich Inhalt, Umfang und Qualität der Betreuung an der veränderten Lebenssituation ausrichten.

Da feste Strukturen im Leben der Menschen mit Behinderten sehr wichtig sind, ist es notwendig, dass der Betroffene in seinem gewohnten Umfeld bleiben kann. Dadurch bleiben soziale Kontakte und Bezugspersonen erhalten. Ein geregelter Tagesablauf hilft, psychische Stabilität herzustellen oder zu erhalten und leisten so einen wichtigen Beitrag zum allgemeinen Wohlbefinden.

Angebote in der Tagesstruktur

Freizeitgestaltung, Alltagsbewältigung und Bildung wie . . .

  • Gemeinsame Planung des Tagesablaufs
  • Basteln, Werken, Handarbeiten
  • Einkaufen, Kochen, Backen
  • Schwimmen, Wandern, Gymnastik
  • Gesellschaftsspiele
  • Musik hören, Musik machen
  • Beschäftigung mit der eigenen Biographie
  • Kino, Cafe- und Gaststättenbesuche
  • Gemeinsame Kirchgänge und Teilnahme an anderen Angeboten der
    Kirchengemeinde

Gesundheitsförderung

  • Richtige Ernährung
  • Körperpflege
  • Beobachtung des Gesundheitszustandes, medizinische Vorsorge
  • Geregelter Tagesablauf, Ruhe, Vermeidung von Stresssituationen
  • Ausreichende körperliche Bewegung (Spaziergänge, Gymnastik...)
  • Andere Maßnahmen zur Vermeidung von Pflegebedürftigkeit

Bewältigung von Krankheit, Sterben und Tod

  • Situationsangemessene Einzel- und Gruppengespräche bei entsprechenden Anlässen
  • Gemeinsame Krankenbesuche
  • Teilnahme an Trauerfeiern und Beerdigungen von Freunden und Angehörigen
  • Grabpflege (auch von Angehörigen)

Zusammenarbeit mit Angehörigen, gesetzlichen Vertretern,
Betreuern und anderen

  • Regelmäßige Kontaktpflege und notwendige Absprachen mit Angehörigen, Betreuern und MitarbeiterInnenn der Wohnstätte und der Werkstatt
  • Aktive Beteiligung an den Feiern der Werkstatt
  • Gewinnung und Beteiligung Ehrenamtlicher
  • Bemühungen um die Einbindung im Wohnumfeld, in der Kirchengemeinde