Gemeinsam an einem Tisch lernen und beraten Menschen mit und ohne Behinderung.
© Lebenshilfe / David Maurer
Berufliche Bildung in den Werkstätten

Berufliche Bildung in den Werkstätten

Die Werkstätten bieten ein vielseitiges Angebot zur beruflichen und persönlichen Fortbildung an. Ob beim Einstieg in das Berufsleben oder nach längerer Zeit in der Werkstätte - man kann immer dazu lernen.

Eingangsverfahren

Beim Einstieg oder Wiedereinstieg in das Berufsleben als Mensch mit Behinderung braucht es eine Orientierungsphase: Was möchte ich? Was kann ich? Was gefällt mir?

Der erste Schritt ist deshalb das Eingangsverfahren. Es dauert etwa drei Monate. Wir finden gemeinsam heraus, welche Arbeit in Frage kommt. Dabei schauen wir auf die persönlichen Fähigkeiten. Jeder bringt Talente und Interessen mit. Jeder kann eine Arbeit finden, die passt. Ein Eingliederungsplan beschreibt das Ziel und die einzelnen Schritte dorthin.

Teilnehmer und Teilnehmerinnen am Eingangsverfahren werden von der Arbeitsagentur vermittelt oder arbeiten bereits in der Werkstätte und möchten sich neuorientieren.

Berufsbildungsbereich

Der Berufsbildungsbereich bereitet Menschen mit Behinderung auf die Arbeitswelt vor. Für bis zu zwei Jahren steht die persönliche, lebenspraktische und berufliche Entwicklung im Mittelpunkt. Das bedeutet, Sie besuchen Kurse und Schulungen und probieren verschiedene praktische Tätigkeiten aus. Gemeinsam wählen wir die passenden Angebote und Arbeitsbereiche aus in unseren Werkstätten oder Inklusionsprojekten.

Die Zeit im Berufsbildungsbereich ist gedacht für:

  • Ankommen
    Sie lernen die Arbeitswelt kennen und lernen sich zurecht zu finden.
  • Tagesstruktur finden
    Der tägliche Ablauf ist gleichmäßig und gibt Sicherheit.
  • Orientieren  (Kompetenzanalyse)
    Wir unterstützen dabei, die Antworten auf die Fragen zu finden: Was kann ich? Was möchte ich? Was gefällt mir?
  • Qualifizieren
    Lernen und üben - bis man etwas wirklich kann.

Arbeitsbegleitende Angebote (ABA)

Fortbildungen bereichern den Arbeitsalltag. Deshalb gibt es davon auch zahlreiche in den Donau-Iller Werkstätten. Sie heißen Arbeitsbegleitende Angebote, kurz ABA.  Die Klientinnen und Klienten in den Werkstätten können während ihrer Arbeitszeit an den ABAs teilnehmen. Jeder hat im Jahr dafür 88 Stunden zur Verfügung. Die Kurse leiten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Donau-Iller Werkstätten oder externe Übungsleiter, die Fähigkeiten in bestimmten Bereichen haben.

 

Welche Arbeitsbegleitenden Angebote gibt es?

Die Arbeitsbegleitenden Angebote in den Donau-Iller Werkstätten sind in fünf Bereiche aufgeteilt:

Hier lernt man mehr über die Arbeitstätigkeit. Zum Beispiel gibt es einen Hubwagen-Kurs oder eine Schulung über Arbeitssicherheit.

 

Bei den musikalischen und kreativen Angeboten können die Klientinnen und Klienten auswählen zwischen Flöten, Singen, Malen oder Filzen und vielen anderen Angeboten.

Schwimmen, Wandern, Tischtennis spielen oder ein Training an Fitnessgeräten sind Möglichkeiten, sich während der Arbeitszeit körperlich und seelisch gesund zu halten.

Im Bereich der Lebenspraktischen Kenntnisse lernt man Nützliches für den Alltag. Hier gibt es Kurse über:

  • Was sollte ich über die Bank und Geld wissen?
  • Wichtiges über Medikamente
  • Wie vermeide ich Streit?

     Im Bereich Lernen und Kulturtechnik gibt es zum Beispiel Lese- und Rechenkurse.