Ein Kind liegt im roten Kunststoffkegel und lacht die Erzieherin an.
Integrativer Kindergarten Lindennest

Integrativer Kindergarten Lindennest

Gemeinsames erleben, Stärken entdecken, Freundschaften schließen

Wir stellen uns vor

Lachender Junge spielt im Integrativen Kindergarten Lindennest
© Lebenshilfe Donau-Iller 2019
Integrativer Kindergarten Lindennest

Unseren Kindergarten besuchen Kinder der Stadt Senden im Alter ab 2 ½ Jahren bis zum Schuleintritt. In unserer Ganztageseinrichtung bilden, betreuen und erziehen wir jeweils 15 Kinder in drei Gruppen. Jede Gruppe setzt sich aus 10 Kindern auf einem Regelplatz und 5 Kindern auf einem Integrativplatz zusammen. Die Integrativplätze stehen für Kinder mit heilpädagogischem Förderbedarf zur Verfügung. Dieser Förderbedarf kann durch eine geistige Behinderung, eine Körperbehinderung, einen Entwicklungsrückstand und / oder Sprachauffälligkeiten, Wahrnehmungsstörungen oder ausgeprägte Verhaltensauffälligkeiten bedingt sein. 

Der Grundgedanke unserer Arbeit liegt im Recht der Kinder begründet, gemeinsam zu leben, zu spielen und zu lernen.

Inklusion erfordert von uns ein Umdenken - nicht allen das Gleiche, sondern jedem das Seine. Nicht fördern, um auf ein Ziel hinzuarbeiten, dass für alle gleichermaßen festgesetzt ist, sondern fördern, um die individuellen Möglichkeiten auszuschöpfen und zu erweitern. Fördern, nicht primär mit Blick auf die sozialen Bezugsnormen, sondern auf die individuellen Möglichkeiten, nicht im Gleichschritt, sondern im individuellen Tempo und auf individuellen Wegen.

Es ist uns wichtig, in unserer täglichen Arbeit mit den Kindern Inklusion zu leben. Jedes Kind wird in seiner gesamten und einzigartigen Person wahrgenommen. Wir gehen davon aus, dass alle Kinder - unabhängig von Herkunft, Alter, Geschlecht, Religionszugehörigkeit, Leistungsfähigkeit oder einer bestehenden Behinderung - über umfassende Fähigkeiten und Entwicklungspotenziale verfügen. Jeder bringt seine ganz individuelle „Landkarte“ mit, die geprägt ist durch unterschiedliche soziale und emotionale Erfahrungen. Verschiedenheit erleben wir als Bereicherung und Chance für alle.
Die Zusammenarbeit mit den Eltern ist für uns ebenso wichtig wie unabdingbar für einen guten Entwicklungsprozess.

 

Jeder Gruppe des Integrativen Kindergartens stehen Fachkräfte zur Verfügung. Dies sind  ErzieherInnen, KinderpflegerInnen sowie Heil- bzw. SozialpädagogInnen. Die Leitung des Kindergartens wird durch eine Erzieherin wahrgenommen.

Die MitarbeiterInnen nehmen regelmäßig an Fortbildungen sowie an Teamfortbildungen teil. Das Personal hat die Möglichkeit, Supervision in Anspruch zu nehmen.

Als Ergänzung stehen die Angebote der Frühförderung zur Verfügung (z. B. Förderung, Therapie, Beratung etc.).

Zum Personal gehören auch die Verwaltung und der hauswirtschaftliche sowie der haustechnische Dienst mit Reinigung.

Wir orientieren uns am Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan und fördern und fordern die Kinder in unserem pädagogischen Alltag unter anderem in folgenden Bereichen:

Sozial-emotionale Kompetenz

Das Bedürfnis nach sozialen Kontakten ist ein grundlegendes Merkmal menschlicher Entwicklung. Das Kind braucht die soziale Gemeinschaft, um zur eigenen Identität zu kommen. Vom Ich zum Du zum Wir.
Eine Grundlage hierfür ist die Schaffung einer Atmosphäre, in der den Kindern die Möglichkeit zum Aufbau von vertrauensvollen Beziehungen zum pädagogischen Personal sowie zu den anderen Kindern gegeben wird. Das gemeinsame Miteinander gelingt dabei nur, wenn die Kinder Kompetenzen erwerben, die sie befähigen, im sozialen Miteinander selbstständig und handlungsfähig zu werden und mit ihren Gefühlen sowie den Gefühlen anderer angemessen umzugehen lernen.

Ganzheitliche Wahrnehmung

Unter Wahrnehmung versteht man das Aufnehmen und Verarbeiten von äußeren und inneren Reizen über die verschiedenen Sinnessysteme.
Es ist wichtig, diese Fähigkeit zu schulen, indem vielseitige Sinnesreize bewusst angeboten werden, ohne dabei Reizüberflutungen zu provozieren.

Sprachlicher Bereich

Die elementarste Form der Sprachförderung findet im Gespräch statt. Im täglichen Spiel miteinander sowie in Stuhlkreisen, Kleingruppen und Kinderkonferenzen werden die Kinder dazu angeregt, Fragen zu stellen und zu beantworten, aber auch ihren eigenen Standpunkt zu vertreten und zu begründen.
Den Kindern werden Freiräume geschaffen, in denen sie Gefühle der Freude, der Angst, des Kummers und des Unwohlseins äußern können.

Motorischer Bereich

Die Bewegungserfahrungen sind für die Entwicklung der Kinder sehr bedeutsam. Indem wir den Bewegungsdrang der Kinder unterstützen und vielfältige Spiel- und Bewegungserfahrungen anbieten, stärken wir das Kind in seiner Unabhängigkeit, seinem Selbstvertrauen sowie seinem Selbstbild und begleiten es in seiner harmonischen Persönlichkeitsentwicklung.

Mathematischer Bereich

Die Welt, in der die Kinder aufwachsen, ist voller Mathematik. Geometrische Formen, Zahlen und Mengen lassen sich überall entdecken.
Für die Entwicklung mathematischer Kompetenzen ist es wichtig, Kindern grundlegende mathematische Erfahrungsbereiche regelmäßig und bewusst anzubieten.

Kreativer Bereich

Kreativität ist für uns gemäß der Wortbedeutung schöpferische Kraft, d. h. es geht um die Entstehung von etwas Neuem. Es geht uns darum, die Phantasie der Kinder zu wecken bzw. zu fördern und diese Phantasie bei den jeweiligen Aktivitäten einfließen zu lassen. Eine von einem Kind entwickelte Idee sollte auch weitestgehend von diesem Kind nach dessen Vorstellungen und gemäß den Möglichkeiten umgesetzt werden, soweit dies innerhalb unserer Rahmenbedingungen möglich ist.

Musikalischer Bereich

Wir gehen davon aus, dass Musik bei Kindern eine starke Anziehung und Motivation hervorrufen kann.
Wichtig ist für uns, den Kindern immer wieder Mittel und Möglichkeiten zu geben, Musikerlebnisse in einer kindgerechten, einfühlsamen, rhythmisch und sprachlich anregenden und in einer leichten und fröhlichen Form anzubieten.

Religiöse Erziehung und Werteerziehung

Ein Ziel der religiösen Erziehung ist, unter Berücksichtigung der elterlichen Prägung, die Kinder für Fragen nach dem „Woher und Warum“ zu sensibilisieren.
Religiöse Erziehung soll dem Kind einen Zugang zu christlichen Traditionen eröffnen.
Auch Glaubensgrundsätze anderer Religionen werden respektiert und Raum gegeben.
Im täglichen Miteinander stehen für uns Werte wie Wertschätzung von Personen, Toleranz gegenüber Anderen, Einmaligkeit jedes Einzelnen, Emotionalität, Offenheit, Ehrlichkeit, Vertrauen und Gewaltfreiheit im Vordergrund.

Natur- und Sachbegegnung

Im Kindergarten erfahren und erforschen Kinder den Lebensraum Natur, Sachverhalte und Naturerscheinungen. Die Kinder erleben im Umgang mit Tieren und Pflanzen, in der Nutzung von Ressourcen und im Verbrauch und Gebrauch von Gegenständen unmittelbar ihre Umwelt.
Wir wollen Kinder dafür sensibilisieren, die Natur in ihrem Wert zu schätzen und ihr gegenüber verantwortlich zu handeln.

Wir stehen in engem Austausch mit den folgenden Einrichtungen:

  • Interdisziplinäre Frühförderung im Landkreis Neu-Ulm
  • Sozialpädagogischer Fachdienst
  • Heilpädagogischer Fachdienst
  • Kindertageseinrichtungen, Schulen und andere Einrichtungen
  • Haus- und Kinderärzte
  • Kliniken, Sozialpädiatrische Zentren, Beratungsstellen
  • Öffentlicher Gesundheitsdienst
  • Therapeutische Praxen
  • Bezirk Schwaben
  • Jugend- und Sozialhilfe
  • Kranken- und Pflegekassen, öffentlicher Gesundheitsdienst
  • Vereine

Kosten
Die Kosten für den Besuch der Einrichtung sind abhängig von den Buchungsstunden und liegt zwischen 110.- € und 127.- €). Davon übernimmt der Freistaat Bayern im Moment 100.- € pro Monat und Kind. Die Eltern bezahlen derzeit 10 bis 27 €.

Betreuungszeiten

Unser Kindergarten ist täglich von Montag bis Freitag von 7.30 Uhr bis 16.00 Uhr geöffnet.
Die Ferien entsprechen der ortsüblichen Regelung und umfassen zwischen 24 und 26 Schließtage. Zu Beginn des Kindergartenjahres erhalten alle Eltern eine Übersicht der Ferien.